"Hamelns Geschichte - abseits vom Rattenfänger"

 

Diese Webseite bietet einen Überblick über meine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte:

Ljudmila I. - Ausstellung "Gesichter" - Zwangsarbeit in und um Hameln
Besuch der ehemaligen
Zwangsarbeiterinnen und
Zwangsarbeiter aus Polen
im September 2005

 
Die Webseite wird überarbeitet.
Daher enthält sie für eine
längere Zeit zwei Layoutformen.
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wir um einen Hinweis. Danke.

 

Seit meiner Jugend beschäftigt mich das Thema Nationalsozialismus in besonderer Weise. Nachdem ich im Jahre 1976 nach Hameln gekommen bin, versuche ich das Thema lokalgeschichtlich anzugehen.

Hameln war eine Stadt mit brauner Vergangenheit. Aber das unterscheidet sie nicht von anderen Städten. Es fällt jedoch auf, dass die Erinnerung an diese Zeit nur von wenigen gepflegt wird und dass auf diesem Gebiet kaum geforscht wird.

Als Lehrer und Historiker sehe ich in einer "Heimatkunde des Nationalsozialismus" eine besondere Chance. Wir sind gewohnt, Heimat als das Urvertraute zu nehmen, als den Ort, wo emotionale Bindungen wachsen. Auf der anderen Seite gilt Nationalsozialismus leicht als das absolut Fremde, das Unfassbare, das Einmalige, der Nazi als das fremde Monster. Die Bereitschaft, sich daran zu beteiligen, mitzulaufen, sich zu begeistern und schließlich mit zu handeln, will uns ganz unverständlich erscheinen.

Wenn in der "Heimatkunde des Nationalsozialismus" die beiden getrennten Sphären zusammen stoßen, so erwachsen daraus mehrere Lernchancen:

Geschichte tritt aus dem Lehrbuch heraus und rückt nahe an uns heran.

Ich kann der Frage nicht mehr ausweichen: Wie hätte ich gehandelt? Wann wäre der Punkt gekommen, an dem ich Nein gesagt hätte?

Das individuelle Schicksal eines konkreten Menschen aus meiner Heimatstadt macht das Unfassbare den nachfolgenden Generationen glaubhaft. Erinnerung muss fassbar sein, dann kann sie auch heilsam sein.

Damit möchte ich für eine weitere Verbreitung der Fakten sorgen und die Erinnerung an die vergessenen Opfer der nationalsozialistischen Zeit pflegen. Ich wünsche mir einen Austausch mit interessierten Menschen.

Gewidmet ist die Webseite den vielen, bisweilen namenlosen Opfern. Aus ihnen sollen wieder Personen werden mit Anschrift, Beruf und Verwandtschaft, mit Wünschen, Hoffnungen und Ängsten.

 

Holunderblüte

Leute, ihr redet: Vergessen -
Es kommen die jungen Menschen,
ihr Lachen wie Büsche Holunders.
Leute, es möcht' der Holunder sterben
an eurer Vergesslichkeit.

Johannes Bobrowski.

 

Bernhard Gelderblom, Hameln

 

Die Webseite wird seit Oktober 2016 grundlegend überarbeitet.

Umfangreich angelegt ist auch die Webseite mit dem Titel "Die Stadt Hameln und ihre Juden".
Sie wendet sich an die Hamelner Bürger, insbesondere an Lehrer und Schüler.

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