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Zwangsarbeit in Hameln und im Kreis Hameln-Pyrmont

 

Bericht über den Besuch der ehemaligen ukrainischen Zwangsarbeiterin Olga Barbesolle in Hameln
in der Zeit vom 6. bis 9. April 2015

 

Die Buchvorstellung

Der Empfang durch Oberbürgermeister Claudio Griese

Besuch der ehemaligen Buntpapierfabrik Jansen

Im Hause Gelderblom

 

Nach sechs Jahren kam Olga Barbesolle erneut nach Hameln, wieder zusammen mit ihrer Tochter Hélène Coupé und ihrem Sohn Michel Barbesolle. Die Übersetzung ihres zusammen mit ihrer Tochter Hélène verfassten Buches

Les Sans-Amour.
Journal de captivité d’une jeune Ukrainienne en Allemagne nazie 1942-1945

war fertig geworden und sollte der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
 

Die deutsche Ausgabe trägt den Titel:

Les sans-amour – Die Ungeliebten. Erinnerungen der ukrainischen Zwangsarbeiterin Olga Barbesolle an ihre Jahre in einem Hamelner Rüstungswerk 1942-1945
 

Übersetzt hat das Buch die Romanistin Sabine Denkwitz, Kassel.

Herausgegeben und mit einem ausführlichen Anhang hat es Bernhard Gelderblom, Hameln.

Erschienen ist es im Mitzkat Verlag, Holzminden 2015.

 

Die Fotos zur Buchvorstellung hat Olaf Piontek gemacht, die Fotos zum Besuch der Buntpapierfabrik
Dagmar Wittmers. Die übrigen Fotos stammen von Bernhard Gelderblom.

 

 

Die Buchvorstellung

Die Buchvorstellung fand am 7. April 2015 statt. Auf den Tag genau vor 70 Jahren war Olga Barbesolle durch US-amerikanische Soldaten nach fast vier Jahren Zwangsarbeit in Hameln befreit worden.

Gastgeber der Buchvorstellung war die Dewezet in Person ihres Chefredakteurs Frank Werner. Obwohl es Osterdienstag war, war die Veranstaltung mit gut 120 Besuchern völlig überfüllt.

Olga und Hélène lasen Ausschnitte in französischer Sprache, Sabine Denkwitz und Bernhard Gelderblom die deutsche Übersetzung.

Anschließend gab Sabine Denkwitz einen Einblick in die besonderen Probleme der Übersetzung. Bernhard Gelderblom ordnete das Buch zeitgeschichtlich ein.

 

Einladung: Olga Barbesolle und Hélène Coupé - Les Sans-Amour – Die Ungeliebten - PDF

Ansprache von Bernhard Gelderblom - PDF

Ansprache von Sabine Denkwitz - PDF

DWZ vom 8. April 2015 - Bild

DWZ vom 9. April 2015 - Bild

 

 

Der Empfang durch Oberbürgermeister Claudio Griese

Der Empfang durch die Stadt Hameln fand am 8. April 2015 im Hochzeitshaus statt. Oberbürgermeister Claudio Griese begrüßte Olga im Namen der Stadt, erinnerte an die schmerzliche Zeit, welche die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Hameln erleben mussten, und bekannte sich zum aktuellen Engagement der Stadt gegen jede Form des Rassismus.

Olgas Tochter Hélène Coupé dankte in ihrer Rede für den Empfang und betonte unser aller Bemühen, gegen jede Form von Rassismus tätig zu werden.

 

 

Besuch der ehemaligen Buntpapierfabrik Jansen an der Klütstraße,
Standort des Lagers der französischen Kriegsgefangenen ab Juni 1944

Die ehemalige Buntpapierfabrik Jansen an der Klütstraße war ab Juni 1944 Standort des Lagers der französischen Kriegsgefangenen gewesen. Olga und die übrigen Frauen hatten immer wieder zu Fuß diesen Ort am westlichen Stadtrand Hamelns aufgesucht, um ihre Männer sehen zu können.

Bei ihrem ersten Besuch in Hameln im Jahre 2009 hatte Olga diesen Ort nicht besuchen können. Jetzt erkannte sie ihn wieder und erinnerte sich an Einzelheiten der Inneneinrichtung.

Die Fotos dieses Teils hat die Journalistin Dagmar Wittmers gemacht.

 

 

Im Hause Gelderblom

 

 

Die Namen der Toten

© Bernhard Gelderblom Hameln