
Dieser Stein für Eva Bürger (gestorben
1857, K 2) wurde beim Umstürzen zerbro-
chen und später verkürzt neben einen Grab-
steinsockel gestellt.

Dieser Stein für Michaelis Calmsohn
(gestorben ca. 1910, U 2) zeigte bis in die
1990er Jahre schwere Zerstörungsspuren.

Dieser leere Sockel (Q 2,15) soll ein Grabmal der Familie
Goldstein getragen haben.

Auf diesem Familiengrab der Familie Sander
wurden im Zuge der "Reichsmetallspende" die
Bronzebuchstaben abgekniffen und nicht wieder
ersetzt (U 4-6).


Noch 1988 förderte eine Suche unter dem dichten Efeubewuchs mehrere Steine hervor, die 1945
nicht aufgerichtet worden waren (Emma Bernstein, gestorben 1922, W 13).
Die damals vorgenommene Rekonstruktion – für sie standen bescheidene 3000 DM zur Verfügung – war offensichtlich sehr unvollkommen. So hat man sich nicht die Mühe gemacht, zerbrochene Steine wieder zusammen zu fügen, sondern die Bruchstücke abgefahren und zum Wegebau auf dem Friedhof Wehl verwendet. Noch 1955 schreibt Herr Heynacher in der DEWEZET: "Eine Reihe beschädigter Leichensteine lehnt heute noch an der Friedhofsmauer, weitere an stehengebliebenen Epitaphien."
Bei der Rekonstruktion stand kein Belegplan zur Verfügung. Die Reihenfolge der ältesten Grabsteine, deren Jahresangaben in Hebräisch notiert sind, ist teilweise gestört. Offensichtlich sind die Steine bei der Wiederherstellung nicht immer auf ihren alten Standort gesetzt worden. Von verloren gegangenen Steinen zeugen viele Lücken innerhalb der Reihen und viele leere Grabfelder, bei denen die Umrandung und teilweise Sockel vorhanden sind.
Zahlreiche Beschädigungen an Steinen sind damals nicht beseitigt worden. Viele Steine sind beim Umstürzen zerbrochen und verkürzt neu aufgestellt worden. Das ursprüngliche Bild einheitlich hoher Steine (nur die Kindergräber machen eine Ausnahme) ist ganz verloren gegangen.

Grabsteine wurden teilweise verkehrt (Bertha Adler, gestorben
1853, J 8 vorn rechts) bzw. verkürzt (Friederike Michaelis,
gestorben 1872, L 8 hinten Mitte) in den Boden gesteckt.
1959 gab es bei der Stadt Hameln Überlegungen, den Friedhof in eine Grünanlage umzuwandeln, wobei "die erhaltenswerten Grabdenkmäler bestehen bleiben sollen". Erst als die Hannoversche jüdische Gemeinde auf den Ewigkeitscharakter der jüdischen Friedhöfe aufmerksam machte, verzichtete die Stadt auf den Plan. Auf Drängen der Stadt wurde aber vom östlichen Teil des Friedhofes ein Stück abgetrennt, um dem Straßenverkehr einen "Sichtwinkel" zu schaffen. Bei der Neuanlage der Friedhofsmauer im Jahre 1963 wurden in diesem Teil auch Gräber in Mitleidenschaft gezogen.

1963 wurde die alte Backsteinmauer durch einen Eisenzaun er-
setzt und der Eingang von der Scharnhorststraße neu gestaltet.