Aus der Zeit vor 1945 sind 173 Grabsteine vorhanden. Nimmt
man die vorhandenen Grabfelder, so dürfte die Zahl der Steine ursprünglich
mindestens in der Größenordnung von 250 gelegen haben, so dass ein erheblicher
Verlust zu beklagen ist.
Dokumentation der Grabsteine
Der Friedhof ist das bedeutendste Zeugnis der durch den Nationalsozialismus gewaltsam zu einem Ende gebrachten Hamelner jüdischen Gemeinde. Dieses Zeugnis ist durch Luftverschmutzung und sauren Regen akut und irreversibel gefährdet. Deswegen wurden alle Steine fotographisch dokumentiert und alle Inschriften, soweit sie heute noch lesbar sind, festgehalten und übersetzt. Die schwierigen Übersetzungsarbeiten leistete eine Arbeitsgruppe der Universität Göttingen unter Professor Bernd Schaller.

Beim Entziffern der häufig verderbten Inschriften ist
mit großer Sorgfalt vorzugehen.